Musikalischer Werdegang
Nach einer typisch bürgerlichen musikalischen Früherziehung (fünf Jahre Blockflötenkreis, drei Jahre Klavier bei einer strengen russischen Konzertpianistin) begann ich im Alter von 14 Jahren mit großer Begeisterung autodidaktisch Gitarre zu spielen und dazu zu singen. Mit Mitte 20 verliebte ich mich in die Djembé, verkaufte schließlich meine Gitarre und widmete mich fortan intensiv der Welt der Percussion. Zu den afrikanischen Rhythmen kamen die brasilianischen, später die kubanischen und mehr und mehr die Begeisterung für Rhythmus in jeglicher Form: auf Fässern, Kanalrohren, Alltagsgegenständen und dem eigenen Körper.
Parallel dazu gab es - angefangen im Schulchor mit 13 Jahren - immer wieder Phasen intensiver Beschäftigung mit der eigenen Stimme.
Studienreisen nach: Guinea 2001, Kuba 2003, Brasilien 2007/08 und 2009.
Unterrichtstätigkeit: seit ca. 1995 Kurse und Workshops für Kinder bis Senioren, überwiegend freischaffend, aber auch über Träger wie Suchtprävention Bremen/ psychologische Dienste (heute: Gesundheit und Suchtprävention), Frauen- und Mädchenprojekte, Rocksie, KreisMusikSchule Syke, Krankenhausschule Bremen-Ost, Lehrerfortbildungsinstitut Bremerhaven u.a.
Mitwirkung in folgenden Bandprojekten:
Djembé Fola, Tambour, Confusao, Namû, Banda Cajú
aktuell: Tum Suden, fumf, Fo Ayó, Cor em Canto
Für mich wichtige, inspirierende Lehrer:
* Für westafrikanische Percussion: Puma und Anka Hoberg, später Paul Bernhard Engel, bei dem ich eine dreijährige Ausbildung in westafrikanischer Percussion der Malinke absolvierte. In Workshops hatte ich das Glück, u.a. von großen Meistertrommlern wie Famadou Konaté, Mamady Keita und Adama Dramé zu lernen.
* Für brasilianische Percussion: Auf den Geschmack brachte mich die Gruppe Confusao, in der ich fünf Jahre gespielt habe. Workshops besuchte ich u.a. bei Dudu Tucci, Vitor da Trinidade, Dietrich Kollöffel, Silvano Michelino). Christoph Renner lehrte mich das Pandeiro lieben, aber auch andere Aspekte brasilianischer Musik. Seit einigen Jahren ist das alljährlich in Berlin stattfindende Sambasyndrom eine wunderbare Fortbildungsmöglichkeit für mich geworden.
* Für kreative Percussion: Durch Uli Moritz, bei dem ich immer wieder Fortbildungen besuche (einjährige Fortbildung zum Creative Rythm Teacher, Sticktechnik, Bodybeat), entdeckte ich eine sehr lustvolle, spielerische Art der Rhythmusarbeit, die meine eigene Arbeit stark beeinflußt hat.
* Für Sticktechnik: Der Schlagzeuger Gabriel Lonquich (früher Kollege bei Tambour, heute bei Tum Suden) brachte mir mit viel Liebe zum Detail wichtige Grundlagen bei.
* Im Bereich Stimme/Gesang: Wegweisend war die Begegnung mit der Sängerin Sabine Mariß (Jazzgesang), vor allem für Stimm-Improvisation und Körperwahrnehmung. Weitere Lehrerinnen, die mich sehr bereichert haben: Heidi Laue (Popgesang), Agnes Hublitz (Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin), Ekke Lampe-Steinhage (Gesangspädagoge u. Atem-, Sprech- und Stimmlehrer), Lindsay Lewis (Sängerin und Gesangspädagogin), Paulo Malaguti (Chorleiter, Sänger, Pianist aus Rio de Janeiro).



